Endlich ist wieder Kino-Zeit! Am Donnerstag, 18. Oktober flimmern wieder zwei Filme über die Leinwand in der Klosterhalle des Kapuzinerklosters.

»Ernest und Célestine«

18. Oktober, 17 Uhr

Trickfilm Belgien, Frankreich, Luxenburg 2012, 80 Minuten, empfohlen ab sechs Jahren.

Mäuse und Bären können keine Freunde sein. Die Mäusekinder im Internat tief unter der Erdoberfläche lernen dies schon von klein auf. Nur die Waise Célestine will nicht so recht an die Geschichte vom großen, bösen Bären glauben, die ihr immer und immer wieder erzählt wird. Sie würde gerne einmal einen Bären kennen lernen – und bald schon geht ihr Wunsch bei einem Ausflug in die Welt der Bären an der Erdoberfläche in Erfüllung. Und tatsächlich scheint der Bär, der ihr da plötzlich gegenübersteht, erst einmal sehr gefährlich zu sein. Denn Ernest ist furchtbar hungrig. Weil Célestine ihm aber einen Keller voller Süßigkeiten zeigen kann, verschont er die kleine Maus. Später wird Ernest ihr helfen, ausgefallene Bärenzähne, die Célestine als Zahnmaus für die Nager einsammeln muss, in die Welt der Mäuse zu bringen. Doch dann wird Ernest von den Mäusen entdeckt und stiftet erst in der unterirdischen Mäusewelt und später in der oberirdischen Bärenwelt allerlei Chaos. Die Folgen sind schrecklich: Sowohl in der Mäuse- als auch in der Bärenwelt fahndet man fortan nach Ernest und Célestine. So sind die beiden plötzlich aufeinander angewiesen – und werden im Laufe des Winters nach anfänglichen Schwierigkeiten in Ernests abgelegenem Haus im Wald zu besten Freunden. Nur die anderen Mäuse und Bären haben noch immer nicht begriffen, dass auch Mäuse und Bären friedlich miteinander leben können.

»Vergiss mein nicht«

18. Oktober, 19.30 Uhr

Dokumentarfilm Deutschland 2012, 88 Minuten.

Dokumentarfilmer David Sieveking nimmt die Zuschauer mit auf eine ungemein persönliche Reise seiner Familie. Seine Mutter Gretel leidet an schwerer Demenz und um seinen Vater, der sich seit seiner Pensionierung um seine Frau kümmert, etwas Last von den Schultern zu nehmen, zieht David für einige Wochen wieder bei seinen Eltern ein. David pflegt seine Mutter, während sein Vater Malte für einige Zeit neue Kraft tankt. Er ist plötzlich Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person. Obwohl sich Gretels Krankheit immer wieder deutlich zu erkennen gibt, verliert die Frau nicht ihren Lebensmut und steckt damit auch ihren Sohn an. Durch ihre offene und ehrliche Art lernt David seine Mutter noch einmal ganz neu und von einer anderen Seite kennen. Sie verliert ihr Gedächtnis, ihren Sinn fürs Sprechen, aber sie gewinnt etwas anderes: eine entwaffnende Ehrlichkeit und Unschuld, gepaart mit überraschendem Wortwitz und weiser Poesie. Das Filmprojekt ist eine Liebeserklärung an das Leben und die Familie, auch angesichts von Krankheit und Endlichkeit.

KinoKino ist eine Initiative des Kapuzinerklosters und des Jugendtreffs Zell am Harmersbach und findet in der Klosterhalle, Klosterstraße 1 statt. Der Eintritt ist frei.