Das Trio zeigte eindrucksvoll, dass kurzfristige Programmänderungen manchmal zu echten Sternstunden werden können.
Manchmal entstehen die schönsten Konzertabende ganz unerwartet: Nachdem das ursprünglich geplante Konzert der Seppen verschoben werden musste, sprangen Rhythm ’n’ Soul kurzfristig ein – und verwandelten das Cheers in einen vibrierenden Klangraum voller Emotion und Groove.
Das Trio, bestehend aus Sonja Himmelsbach, Luisa Lehmann und Ramona Graff, bewies eindrucksvoll, dass sie weit mehr sind als „nur“ Backing-Girls. Drei Stimmen, die sich perfekt ergänzen, getragen von spürbarer Leidenschaft und großer musikalischer Ausdruckskraft. Mit einem abwechslungsreichen Programm zwischen Rock ’n’ Roll, Blues und Soul nahmen sie das Publikum von der ersten Minute an mit.
Ruhige, gefühlvolle Momente wechselten sich mit energiegeladenen Nummern ab, bei denen im voll besetzten Cheers kaum jemand stillsitzen konnte. Einzelne musikalische Highlights aus unterschiedlichen Stilrichtungen setzten besondere Akzente und zeigten die große Bandbreite des Trios, ohne den Konzertabend vorwegzunehmen.
Besonders beeindruckend war das harmonische Zusammenspiel der Stimmen: mal solistisch, mal im dichten dreistimmigen Satz, immer mit einem feinen Gespür für Dynamik und Atmosphäre. Auch die sympathischen Moderationen zwischen den Songs sorgten für Nähe zum Publikum und eine entspannte, herzliche Stimmung.
Der Eintritt war frei, die Anerkennung am Ende umso größer: Langanhaltender Applaus und lautstark geforderte Zugaben ließen nicht lange auf sich warten. Mit „Proud Mary“, „What’s Up“ und „You’ve Got a Friend in Me“ setzten Rhythm ’n’ Soul einen emotionalen Schlusspunkt unter einen Konzertabend, der vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Rhythm ’n’ Soul zeigten eindrucksvoll, dass kurzfristige Programmänderungen manchmal zu echten Sternstunden werden können – und dass große musikalische Momente keine große Bühne brauchen, sondern Herz, Können und Charakter.





