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Zell am Harmersbach | 19.02.2025

Oberentersbach erhält eine öffentliche Wasserleitung

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Ein Zukunftsprojekt: Das Oberentersbacher Tal wird an die öffentliche Wasserversorgung der Stadt Zell angeschlossen. Von 20 Anwesen liegt die schriftliche Erklärung für den Anschluss vor. Foto: Hanspeter Schwendemann
von Hanspeter Schwendemann

Gemeinderat stimmt dem Infrastrukturprojekt zu und folgt damit der Empfehlung des Ortschaftsrats Oberentersbach. 20 Anwesen werden an das Trinkwassernetz angeschlossen. Fünf Anwesen werden befreit.

Um den Windstrom vom Steigleskopf und vom Nillkopf ins öffentliche Stromnetz zu bekommen, muss das E-Werk Mittelbaden eine Stromleitung durch das Oberentersbacher Tal verlegen. Im Zuge dieser Bauarbeiten werden nun auch eine Trinkwasserleitung sowie die Leerrohre für das Glasfasernetz mitverlegt. Die Wasserleitung wird bis zum Eckerhof und den Buchhöfen gebaut. Insgesamt werden 20 Anwesen angeschlossen.

Das Trinkwasser ist knapp geworden

Seit einigen Jahren ist die Wasserversorgung immer wieder Thema im Ortschaftsrat Oberentersbach. Die trockenen Sommer der Jahre 2020 bis 2023 haben dazu geführt, dass das Wasser aus den eigenen Brunnen der überwiegend landwirtschaftlichen Betriebe sehr knapp wurde bzw. die Wasserqualität darunter gelitten hat. In ersten Überlegungen war geplant, die Hauptwasserleitung bis zur Imkerschule zu verlegen. Bald haben weitere Grundstückseigentümer ihr Interesse bekundet.

Eine ganz neue Dynamik hat das Thema durch den Bau weiterer Windkraftanlagen auf dem Nillkopf und dem Steigleskopf erhalten. Um den Windstrom in das öffentliche Netz einspeisen zu können, plant das E-Werk Mittelbaden den Bau einer neuen Stromtrasse durch das Oberentersbacher Tal bis zur Umspannstation in der Oberentersbacher Straße am Stadtrand von Zell a. H.

Im Zuge der Bauarbeiten können nun auch die Wasserleitung und das Breitbandkabel mitverlegt werden.

Bürgerversammlung in Oberentersbach

Bereits im Oktober 2024 wurden die Einwohner von Oberentersbach im Rahmen einer Bürgerversammlung in der Imkerschule (wir berichteten) über das „Zukunftsprojekt“ umfassend informiert. „Seither wurden unzählige Gespräche geführt und Überzeugungsarbeit geleistet“, stellte Bürgermeister Günter Pfundstein am Montagabend in der öffentlichen Gemeinderatssitzung fest. Allen voran sei Ortsvorsteher Torsten Gutmann sehr aktiv gewesen.

Insgesamt ist die Maßnahme in Oberentersbach auf große Zustimmung gestoßen. Von 20 Anwesen liegt die schriftliche Erklärung für den Anschluss vor. Fünf Anwesen möchten nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen werden. Da die Satzung der Stadt Zell einen Anschluss- und Benutzungszwang vorsieht, musste vom Gemeinderat für diese Anwesen aus besonderem Grund einer Befreiung zugestimmt werden.

„Bitte Stimmen sie dem Projekt zu“, wandte sich Ortsvorsteher Torsten Gutmann an das Ratsgremium und bat darum, dem Empfehlungsbeschluss des Ortschaftsrats zu folgen. Man dürfe diese einmalige Chance nicht verstreichen lassen. Das E-Werk hat der Stadt Zell angeboten, die Wasserleitung zum Preis von 25 Euro je laufendem Meter mitzuverlegen. Bei einem eigenen Bau müssten 110 bis 120 Euro je Laufmeter kalkuliert werden, gab der Ortsvorsteher zu bedenken.

Gesamtkosten betragen rund 255.000 Euro

Peter Lehmann, der beim Bauamt der Stadt Zell für das Projekt zuständig ist, erläuterte die Details der Baumaßnahme. Die Haupttrasse der Wasserleitung wird auf einer Länge von 2600 Metern bis zum Anwesen Fridolin Klausmann verlegt. Damit die höher gelegenen Anwesen Eckerhof und Buchhöfe mitversorgt werden können, sind die Installation einer Druckpumpe und der Bau
eines Vorratsschachts notwendig. Die Gesamtkosten betragen 255.000 Euro und werden über den Haushalt des Eigenbetriebs Wasserversorgung abgewickelt.

Die Planungen sehen zunächst vor, dass die Verbindungen vom Anwesen Klausmann bis zum Eckerhof und den Buchhöfen als Privatleitungen herzustellen. Bei der Sitzung am Montag gab es nun Überlegungen, dass auch diese Leitungen Teil der öffentlichen Wasserversorgung werden, was aber noch abschließend geklärt werden muss.

Bevor das Trinkwaser Richtung Oberentersbach fließen kann, muss die Stadt Zell erst noch den Hochbehälter Alter Wald sanieren und eine Übergabeleitung bis zur Straße beim Schützenhaus bauen. Diese Maßnahmen sind für die Jahre 2026 und 2027 vorgesehen.

Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.

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Ortschaftsrat Oberentersbach

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