»Oberharmersbach« ein Zauberwort

Gottfried Zurbrügg übernimmt einen Dienst in Caputh bei Potsdam

Zu Ostern hat Gottfried Zurbrügg einen Dienst in Caputh bei Potsdam übernommen.

Für drei Wochen vertritt er im Auftrag der Zehnt­gemeinschaft Jerichow den Ortspfarrer, der mit seiner Familie zu einer Partner­gemeinde in Kuba geflogen ist.

Gottfried Zurbrügg berichtet: Über die zum Glück freie Autobahn bin ich gestern 800 km nach Norden gefahren und war heute bei der Auferstehungsfeier auf dem Friedhof in Caputh. Es ist winterlich kalt und die Krokusse haben gerade begonnen zu blühen.

Ich war bisher noch nicht in der Gemeinde und alles ist fremd. Ich habe eine kleine Ferienwohnung bezogen und aus dem Gemeindebrief weiß man, dass ich aus dem Schwarzwald komme. Ges­tern wurde ich erstaunt darauf angesprochen, wie gut mein »Hochdeutsch« doch sei.

Abends saß ich mit meinen Wirtsleuten zusammen. Natürlich haben wir von meiner süddeutschen Heimat gesprochen. Ich versuchte zu erklären, aus welchem Ort ich komme. Offenburg? Kinzigtal? Nein, man wusste noch nicht Bescheid. Aber dann fiel ein »Zauberwort«! Der Hausherr fragte: »Kennen Sie Oberharmersbach?« Ich muss­te so lachen. »Natürlich«, bestätigte ich, »der Ort liegt ganz nah bei Zell. Ja, daher komme ich.« Meine Wirtsfamilie hat Bekannte und Verwandte in Oberharmersbach und zeigte mir Postkarten aus der Heimat. So weit fort und doch so nah!

Ein Gruß aus der Ferne in die Heimat! Wie klein ist doch die Welt!

Schwarzwälder Post – Ihre Druckerei im Mittleren Schwarzwald