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Nordrach | 20.03.2020

Trauer um Georg Brucher

Zeitlebens war der Forstwirtschaftsmeister eng mit seiner Heimatgemeinde Nordrach verbunden – 15 Jahre war er Mitglied im Gemeinderat

Foto:
Georg Brucher war ein bekannter und geschätzter Nordracher Mitbürger. Am vergangenen Sonntag ist er im Alter von 84 Jahren verstorben. Foto: privat
von Hanspeter Schwendemann

Die Dorfgemeinschaft trauert um Georg Brucher, der am vergangenen Sonntag im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Zeitlebens war er eng mit seiner Heimatgemeinde verbunden, war ehrenamtlich sehr engagiert und übernahm von 1984 bis 1999 als Mitglied des Gemeinderats auch Verantwortung für die Entwicklung von Nordrach.

Die Heimat von Georg Brucher war im Merkenbach. Dort stand am 20. April 1935 seine Wiege und schon früh half er in der elterlichen Landwirtschaft mit. Sein Vater kam schwer verwundet aus dem zweiten Weltkrieg zurück und ist an den Folgen seiner Verletzungen schon im Jahr 1949 verstorben. Die Mutter von Georg Brucher ist nur 65 Jahre alt geworden. Von ihr musste die Familie im Jahr 1976 Abschied nehmen.

Georg Brucher ist mit zwei Brüdern im Merkenbach aufgewachsen. Sein Bruder Ludwig ist vor zwanzig Jahren verstorben, sein Bruder Josef lebt heute in Elgersweier. Georg Brucher übernahm das Elternhaus im Merkenbach und bewirtschaftete den Hof gemeinsam mit seiner Frau Cäcilia.

Georg Brucher und seine spätere Frau Cäcilia geb. Neumaier haben sich im Jahr 1955 kennen- und lieben gelernt. Cäcilia stammt aus Hofstetten und war zu Besuch bei ihrer Stiefschwester in Nordrach, als sich die Wege der jungen Leute kreuzten. Im Jahr 1959 läuteten für Cäcilia und Georg Brucher die Hochzeitsglocken. Aus ihrer Ehe sind die beiden Kinder Helmut und Johanna hervorgegangen. Heute gehören die beiden schon erwachsenen Enkel Jan und Sven zur Familie. Die Ankunft des ersten Urenkels durfte Georg Brucher nicht mehr erleben.

Das Elternhaus im Merkenbach haben die Eheleute Brucher renoviert und ausgebaut und auch gemeinsam die Landwirtschaft betrieben. Zunächst hat Georg Brucher neben der Landwirtschaft auch im Staatswald gearbeitet. Später hat er die Holzhauerei zu seinem Hauptberuf gemacht. Im Jahr 1975 hat er in Itzelberg erfolgreich die Prüfung zum Forstwirtschaftsmeister abgelegt. Danach war er an der Waldarbeiterschule Höllhof und später nach dem Neubau des Ausbildungszentrum Mattenhof in Gengenbach für die Ausbildung zuständig. Diese Aufgabe hat er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1996 ausgeübt.

Neben Beruf und Familie hat sich Georg Brucher auch für die Dorfgemeinschaft engagiert. Seine politische Heimat war die SPD und als Mitglied in der Gewerkschaft hat er sich für die Arbeitnehmerschaft eingesetzt. Von 1984 bis 1999 wurde Georg Brucher in den Gemeinderat gewählt und hat sich mit seinem Engagement bei der Bürgerschaft großes Vertrauen erworben.

Seine große Verbundenheit zur Natur und seine Liebe zur Heimat hat Georg Brucher in seiner Freizeit umgesetzt.

Gemeinsam mit seiner Frau Cäcilia ist er im Jahr 1966 der Alpenverein-Ortsgruppe Nordrach beigetreten. Gemeinsam mit ihren Bergkameraden haben sie die herrliche Alpenwelt erlebt und viele Gipfel bestiegen. Georg Brucher war Tourenführer und 15 Jahre lang 2. Vorstand der Ortsgruppe, die ihn für seine großen Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt hat.

Auch in den Reihen des Nordracher Schwarzwaldvereins waren Georg und Cäcilia Brucher stets gemeinsam und über mehrere Jahrzehnte aktiv, erwanderten die nähere und weitere Heimat und erlebten schöne kameradschaftliche Stunden. Dort wo helfende Hände gebraucht wurden, unter anderem beim Schmiedefest, waren die Eheleute Brucher stets zur Stelle.

Dem früheren Männerchor Nordrach und dem heutigen Chor der Klänge verlieh Georg Brucher 54 Jahre lang seine Tenorstimme. Auch im Gesangverein erfreute sich der Verstorbene mit seiner frohen Lebensart, Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft großer Wertschätzung. Der Männerchor dankte Georg Brucher mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Er war einer der treuesten Chorkameraden.

Georg und Cäcilia Brucher sind über 60 Jahre gemeinsam durchs Leben gegangen. Letztes Jahr konnten sie noch das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern. Georg Brucher war aufgrund einer Altersdemenz zunehmend auf die Unterstützung seiner Frau Cäcilia angewiesen. Sie machte es mit ihrer liebevollen Hilfe und der Unterstützung der Familienangehörigen möglich, dass er bis zuletzt in seiner Heimat im Merkenbach leben konnte. Erst eine Woche vor seinen Tod machte ein Schlaganfall seine Einlieferung ins Krankenhaus notwendig. Nach einem erfüllten Leben ist Georg Brucher im Alter von 84 Jahren friedlich eingeschlafen. Seiner Frau und allen Angehörigen gilt die herzliche Anteilnahme. Aufgrund der aktuellen Lage findet seine Beerdigung am Freitag, 27. März 2020, im engsten Familienkreis statt.

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