Freie Fahrt durch Lahr-Reichenbach

Regierungspräsidium und Stadt Lahr haben Sanierungsarbeiten abgeschlossen – B 415 wurde zur Dorfstraße

Nach aufwändiger Sanierung hat das Regierungspräsidium Freiburg (RP) die Ortsdurchfahrt Lahr-Reichenbach am vergangenen Samstag für den Verkehr freigegeben.

»Von diesem Gemeinschaftsprojekt des Regierungspräsidiums und der Stadt Lahr profitieren Verkehrsteilnehmer und Anwohner gleichermaßen. Durch den Einbau eines lärmoptimierten Asphalts wird künftig eine Minderung des Verkehrslärms um drei Dezibel erreicht«, erklärte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Die Kooperation von RP und Stadt in diesem Projekt sei eine gute Grundlage für die künftige Zusammenarbeit im Mobilitätspakt Lahr.

»Weniger Verkehrslärm ist ein echter Gewinn für Anwohnerinnen und Anwohner. Daher freue ich mich, dass in Lahr-Reichenbach ein Asphalt eingebaut wurde, der eine deutliche Minderung des Verkehrslärms bewirkt«, freute sich der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung, Thomas Marwein MdL. »Beruhigte Ortsmitten sind ein wichtiger Beitrag für eine gesteigerte Lebensqualität.«

»Aus einer Ortsdurchfahrt wurde eine Dorfstraße. Die ansprechendere Gestaltung, der lärmmindernde Fahrbahnbelag und die breiteren Gehwege heben die Qualität für alle Nutzer, besonders auch die Fußgänger, deutlich. Wir möchten uns ausdrücklich bei den von der Baustelle Betroffenen für ihr Verständnis und ihr Durchhaltever mögen bedanken. Wegen der Tallage gab es keine bessere Umleitungsalternativen für motorisierte Verkehrsteilnehmer. Doch das Ergebnis ist es aus unserer Sicht mehr als Wert«, betonte Oberbürgermeister Markus Ibert.

Gesamtkosten bei 3,7 Millionen Euro

Im Zuge der Bauarbeiten wurde in Abstimmung mit der Stadt Lahr der Fahrbahnbelag auf einem 1,4 Kilometer langen Abschnitt der B 415 saniert. Zudem wurden durch die Stadt Lahr umfangreiche Umgestaltungen an den gesamten fahrbahnbegleitenden Gehwegen vorgenommen, in ihrer Breite optimiert und durch einen Pflasterbelag aufgewertet. Die Gesamtkosten der Sanierung liegen bei rund 3,7 Millionen Euro. 2,7 Millionen Euro davon trägt der Bund, 1 Million Euro die Stadt.

Die Bauarbeiten unter Federführung der Stadt Lahr hatten im Juli 2019 begonnen. Aufgrund schwieriger Witterungsverhältnisse im vergangenen Dezember konnten sie nicht, wie ursprünglich vorgesehen, Ende 2020 abgeschlossen werden. Das Regierungspräsidium und die Stadt bedanken sich für die Geduld der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lahr, der umliegenden Gemeinden, sowie der ansässigen Firmen.