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Biberach | 7.08.2019

Von der Schule direkt in die Natur:

Kinder entdecken mit Unimog- und Schlepper-Freunden den Wald

Foto:
Gut festhalten war nicht die schlechteste Idee beim Fahren mit dem Unimog. Foto: Gerhard Große
von Gerhard Große

Am letzten Schultag ging es für zwölf Kinder aus Biberach, Emmersbach, Erzbach und Prinzbach direkt vom Schulende in das Kinder-Ferien-Programm. Die Unimog- und Schlepper-Freunde Biberach entführten sie zum »Waldaben­teuer« nach Prinzbach im Gewann Steingraben.

So hatten die Kinder den Wald noch nie gesehen.
Daumen hoch fürs Ferienprogramm. Die Premiere der Unimog- und Schlepper-Freunde war geglückt.

An vorderster Front: »Winterbauer« Wilhelm Schmieder. Mit Schlepper und Unimog startete die Gruppe in Richtung der ersten Station.

Die Waldrebe

Den Kindern wurden die Bäume gezeigt, die umwuchert waren mit sogenannten »Waldreben«. Ein Unkraut, das den Bäumen stark zusetzt, sind sie einmal davon befallen. Was sich harmonisch anhört, schädigt den Baum enorm. Um zu demonstrieren wie hartnäckig die Waldreben sind, konnten die Kinder mit Sägen die Waldreben am unteren Ende abtrennen und dann versuchen, diese vom Baum zu reißen. Das brauchte ganz viel Kraft aber am Ende hatten alle Kinder ein Stück Waldrebe, dass dann zum Schnitzen benutzt wurde. Das längste Stück, das von einem Baum getrennt werden konnte, war ganze 13 Meter lang.

Grausige Zeiten

Dann ging es auf zur nächsten Station. Ein grausiges Relikt aus früheren Zeiten – eine Wolfsgrube. Alfons und Rolf Schmieder mit ihrem Traktor »Helene« und dem Anhänger meisterten mit Kindern an Bord die Steigungen des Prinzbacher Waldes hervorragend und man war bald am Ort des Geschehens. Nur 30 Meter unterhalb des Waldes liefen die Kinder zu einer Wolfsgrube. Eine von Menschenhand geschaffene Vertiefung im Wald, mit Steinen befestigt und in früheren Zeiten bis zu 4 Meter tief. Dort wurde in einem Käfig ein Lockvogel für den Wolf deponiert – meistens ein Huhn. Der hungrige Wolf sprang dann in die Grube, kam aber nicht mehr heraus. Die Menschen kamen und töteten den Wolf mit Speeren oder anderen Werkzeugen. Denn der Wolf bedrohte Menschen, indem er ihre Nutztiere angriff und tötete. Die Lebensgrundlage der Menschen war in Gefahr.

Ein Labyrinth als Lebensraum

Weiter ging es dann hoch hinauf zum »Fuchsbau«. Das hatten die Kinder auch noch nie gesehen – ein Labyrinth von Erdlöchern, das dem Fuchs als Lebensraum dient. Viele Gänge verbinden einen »Wohnkessel« der bis zu 4 Metern unter der Erde liegt mit der Außenwelt. Tagsüber sind die Füchse sicher in ihrem Bau. Erst nachts kommen sie zur Nahrungssuche heraus. Fasziniert und gebannt hörten die Kinder den Erklärungen von Wilhelm Schmieder zu. Anschließend hatten die Kinder viel Freude beim Herumklettern auf dem Hügel, dem Erkunden der Höhlen und beim Spielen mit morschem Holz. Manch maroder Baum wurde durch Kinderhände zu Fall gebracht. Die Kinder konnten so lernen, wie gefährlich abgestorbene Bäume im Wald sein können.

Aussicht über Biberach

Man fuhr dann weiter ins Gewann »Gutzweiler«, wo man aufgrund Aufforstung einen hervorragenden Blick auf Biberach und das untere Kinzigtal hatte. Die Kinder nutzten die mitgebrachten Ferngläser und konnten damit versuchen, ihr Wohnhaus zu finden oder andere markante Punkte im Dorf.

Abschluss-Grillen beim »Winterbauer«

Zum guten Schluss kehrte man beim »Winterbauer« ein. Die Kinder waren von den Unimog- und Schlepper-Freunden Biberach zum Grillen eingeladen und Gertrud Schmieder hatte schon das Feuer angefacht, als man auf dem Bauernhof eintraf. Gerhard Große, der als Vorstand die Gruppe mit dem Familien-Unimog begleitete, freute sich sehr über die hohe Teilnehmerzahl. Und auf die Nachfrage an die Kinder wie es ihnen gefallen hat, gingen alle Daumen hoch und die Freude über diesen spannenden Nachmittag war den Kindern ins Gesicht geschrieben.

Die Unimog- und Schlepper-Freunde Biberach waren ebenfalls sehr zufrieden mit dem Verlauf des ersten Kinder-Ferien-Programms. Die Kinder verhielten sich sehr diszipliniert und vor allem interessiert. Und auch die Sicherheitshinweise einer solchen Ausfahrt wurden durchgehend beachtet. Also ein großes Lob auch an die Kinder. Sie dürfen alle gerne wiederkommen.

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Schlagworte:
Biberstarkes Ferienprogramm, Tourist-Information Biberach, Unimog-und Schlepperfreunde Biberach

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