Hammond Jazz-Night für das Blasorchester

Figaro Wilhelm Schmider und Sponsoren sagten »Danke mit Musik« für den unermüdlichen Einsatz des Musikvereins – Profimusiker sorgten für exzellente Klangmomente

Einen ganz besonderen Konzertabend gab es am Dienstagabend im Rietsche-Saal. Zu Gast war die Hammond-Jazznight-Band aus Schramberg. Die fünf Profi-Musiker sorgten für ein exzellentes Klangerlebnis. Auch der Anlass für diesen Auftritt war außergewöhnlich: Figaro Wilhelm Schmider hatte den Abend gemeinsam mit dem WSB und Sponsoren dem Blasorchester Biberach als Dankeschön spendiert. Selbst die Getränke und das Gebäck waren an diesem Abend frei und wurden den Gästen von Evi Lehmann und ihren freundlichen Helferinnen serviert.

»Musik ist heute das erste und das letzte Wort«, begrüßte Wilhelm Schmider bestens gelaunt die geladenen Gäste in der »Bienen-Harmonie-Halle« des Rietsche-Gebäudes. Geladen waren allen voran die Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters Biberach sowie die Jungmusiker des Biberacher Jugendorchesters. Denn ihnen war dieser Abend als ein besonderes Dankeschön gewidmet. »Unser Musikverein besteht bis heute 160 Jahre«, hatte Wilhelm Schmider ausgerechnet und dann gleich hochgerechnet: »Die Musiker haben sich in dieser Zeit bei mindestens 75.000 Auftritten bei weltlichen, kirchlichen, geschäftlichen und privaten Ereignissen musikalisch engagiert. Damit leisten sie ihren geschätzten Beitrag zur Harmonie im Dorf. Dies wollen wir heute nicht mit Nadeln und Urkunden ehren. Mit einer musikalischen Ehrung wollen wir unsere Anerkennung zum Ausdruck bringen!«
Für seine Idee, dem Blasorchester Biberach »Danke mit Musik« zu sagen, konnte Fi­garo Wilhelm Schmider in den zurückliegenden Wochen und Monaten zahlreiche Unterstützer begeistern. Der Gewerbeverein WSB, alle namhaften Biberacher Geschäftsleute und auch einige Privatpersonen sorgten als Sponsoren für die finanzielle Grundlage bzw. lieferten mit Getränken und Gebäck die notwendigen Zutaten für diesen besonderen Abend. Die Gemeinde Biberach stellte den Rietsche-Saal für die Jazznacht kostenlos zur Verfügung. Nicht zuletzt wurde Wilhelm Schmider von seiner Frau Monika und Tochter Evi Lehmann sowie dem Team des Figaro-Familienunternehmens tatkräftig bei der Umsetzung des Dankeschön-Projekts begleitet.

Zu Gast in Schramberg

Die Hammond Jazz-Night ist ein etabliertes musikalisches Highlight der Kulturszene in der Villa Junghans in Schramberg. Mit hochkarätigen Besetzungen fasziniert das mehrmals jährlich stattfindende Jazz-Event ein breites Publikum. Dort sind öfters die Biberacher Jazz-Fans um Wilhelm Schmider zu Gast. An seiner Seite wurde Klaus Zillhardt auf die Hammond Jazz-Night-Band aufmerksam, die das Herzstück der Kulturreihe ist. Ideeller Unterstützer bei der Idee, die Band nach Biberach zu holen, war nicht zuletzt Ludwig Dilger, Ehrenmitglied des Blasorchesters Biberach und ausgewiesener Jazzliebhaber.
Beim Konzert am Dienstagabend im Rietsche-Saal muss­te man nun nicht zwingend Jazzliebhaber sein, um sich von der Musik der fünf Profimusiker begeistern zu lassen. Sie stellten sowohl in vielen Soloparts als auch im Zusammenspiel ihre Extraklasse unter Beweis und jeder der aktiven Musikerinnen und Musiker im Saal konnte sich von der Klangqualität der Hammond Jazz-Night-Band beeindrucken lassen.

Elefantenherde durch den Saal getrieben

Schlagzeuger Jörg Bach sorgte begleitend zur Musik für die notwendigen Hintergrundinformationen. Die meisten Stücke, die das Quintett am Dienstagabend intonierte, stammen aus dem Repertoire des afroamerikanischen Jazz-Pianisten, Organisten und Komponisten Count Basie, der als einer der bedeutendsten Bandleader des Swing gilt. Der Schramberger Saxophonist Arno Haas, Gitarrist Jörg Enz aus Radolfzell und Jazztrompeter Marko Mebus aus Mainz erweckten die Jazzmusik des vergangenen Jahrhunderts zu neuem Leben. An der Hammond B3 hatte Reinhold Hettich aus Schramberg Platz genommen. Das legendäre Musikinstrument, Baujahr 1962, bietet selbst schon die Klangfülle eines ganzen Orchesters. Reinhold Hettich präsentierte sich als Perfektionist an den Tasten und Basspedalen.

Musikalisch wandelte die Hammond Jazz-Night-Band über den Braodway, schmachtete in gefühlvollen Balladen und frönte der Lust und Lebensfreude von Kansas City. Die Themen der Stücke nutzten die Musiker für solistische Variationen und wurden dafür von ihren Zuhörern regelmäßig mit Zwischenapplaus belohnt. Tosenden Applaus erhielt Schlagzeuger Jörg Bach. »Das nächste Stück hört man meist bei der Elefantendressur im Zirkus«, kündigte er vielversprechend an. Dann stellte er sich der »Schlagzeuger-Dressur« und trieb beim Stück »Carnival in Caroline« mit einem mehrminütigen Hammer-Solo akustisch gleich eine ganze Elefantenherde durch den Rietsche-Saal. Am Ende des über zweistündigen Jazz-Konzertes gab es stürmischen Applaus und Standing Ovations für die Hammond Jazz-Night-Band. »Exzellent«, vergab Musikvereins-Vorstand Franz Mäntele sein höchstes Prädikat und lobte den Initiator des Dankeschön-Konzertabends: »Die Idee war Wilhelm Schmider spezial!«

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