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Biberach | 4.09.2020

Baden best Spirits – Gold, Silber, Bronze, Ehrenpreise

Verband Badischer Klein- und Obstbrenner prämierte Brände und Liköre der heimischen Brennereien – 37. Prämierung »Baden Best Spirits«

Foto:
»Baden Best Spirits 2020«. Die erfolgreichen Teilnehmer aus dem Kinzig- und Harmersbachtal (von links): Berthold Matt, Herbert Schwarz, Andrea Lehmann, Patrick Herrmann, Ludwig Schüle, Manfred Breig, Martin Brosamer, Irmgard Gureth, Franz und Antonia Haas, Andreas Birk, Fridolin Sum, Martin Duffner, Werner Feger und 1. Vorsitzender Ulrich Müller. Foto: Hanspeter Schwendemann
von Hanspeter Schwendemann

Alle zwei Jahre prämiert der Verband Badischer Klein- und Obstbrenner die Destillate von heimischen Brennereien und verleiht für besonders herausragende Produkte Ehrenpreise sowie Gold-, Silber und Bronze-Medaillen. Gekürt werden außerdem die Top-Ten-Betriebe Brände sowie Top-Five-Betriebe Liköre. Die Auszeichnung »Brand des Jahres 2020« errang die Brennerei Ludwig Hettig aus Durbach für einen Obstbrand aus Äpfeln und Birnen. Die höchs­te Gesamtpunktzahl bei den Bränden erreichte Josef Kurz aus Oberachern und bei den Likören Mario Schwarzburg aus Beckstein.

»Baden Best Spirits 2020«. Aus den Händen des 1. Vorsitzenden Ulrich Müller (rechts) durften fünf Brennereien aus dem Kinzig- und Harmersbachtal Ehrenpreise entgegennehmen (von links): Berthold Matt, Welschensteinach; Andrea Lehmann, Oberharmersbach; Ludwig Schüle, Biberach; Martin und Tanja Brosamer, Biberach; Fridolin Sum, Schenkenzell.

An der 37. Prämierung »Baden Best Spirits« nahmen in diesem Jahr 321 Brennereien teil, die insgesamt 3068 verschiedene Brände und Liköre zur Bewertung eingereicht haben. Die stärkste Gruppe der Anstellungen sind Birnenbrände mit 363 Proben gefolgt vom Kirschwasser mit 259 Proben sowie Mirabellenwasser mit 247 Proben. Inzwischen produzieren die Brenner aus Baden auch viele Liköre oder Brände mit Fruchtauszügen, die mit einer Anzahl von 374 bzw. 153 Proben sehr stark vertreten waren. Der Gin hat sich auf 105 Proben gesteigert.
Dazu gab es wieder zahlreiche seltenere Brände wie zum Beispiel Jostabeeren, Moosbeeren oder aus Speierling. Auch Wildobstbrände gehören zu den Erzeugnissen der badischen Kleinbrenner, deren Produktpalette immer breiter wird.

Preisverleihungen in den Bezirken

Die Corona-Pandemie hat auch die Prämierung der Badischen Brennereien durcheinander gewirbelt. Normalerweise findet die Preisverleihung im Kurhaus »Alde Gott« von Sasbachwalden mit rund 600 Gästen und mit Musik im großen Rahmen statt. In diesem Jahr hat sich der Verband dazu entschlossen, die Übergabe der Preise zu unterteilen und in die insgesamt 16 Bezirke des Verbandes zu verlagern.

Die erfolgreichen Teilnehmer der Prämierung 2020 aus dem Kinzig- und Harmersbachtal waren zur Feierstunde in die Kinzig-Brennerei Brosamer in Biberach eingeladen. Gemeinsam übergaben der 1. Vorsitzende Ulrich Müller sowie der Bezirksvorsitzende für das Kinzig- und Harmersbachtal, Martin Brosamer, die Ehrenpreise und Medaillen. »Die Qualität der Erzeugnisse wird immer besser«, lobte Ulrich Müller und hob hervor, dass knapp 30 Prozent der Anstellungen mit einer Goldmedaille prämiert werden konnten.

Der 1. Vorsitzende des Klein- und Obstbrenner-Vereins betonte, dass viele Mitglieder der Verkostungskommission eine Ausbildung zum Brenner, Brennmeister oder Edelbrandsommelier absolviert haben. In normalen Jahren verkosten fast 40 Männer und Frauen die Produkte über vier Tage. Aufgrund der Corona-Einschränkungen musste die Zahl der Prüfer pro Tag reduziert und der Zeitraum verlängert werden. Auch wenn der eigene Geschmack und der eigene Gaumen bei der Bewertung immer eine Rolle spiele, so erfolge diese doch nach bes­tem Wissen und nach fachlichen Kriterien.

Ehrenpreise für fünf Betriebe

Herausragend bei der Preisverleihung in Biberach war das Ergebnis der Kinzig-Brennerei Martin Brosamer. Für die Qualität der Brände Nägelesbirne und Weizenbrand sowie für zwei verschiedene Sorten Whisky durfte die Biberacher Brennerei insgesamt vier Ehrenpreise entgegennehmen. Außerdem erreichte sie sieben weitere Goldmedaillen, neun Silbermedaillen und vier Bronzemedaillen. Mit diesem Gesamtergebnis schaffte es die Kinzig-Brennerei unter die Top-Ten-Betriebe in der Sparte Brände. Vorsitzender Ulrich Müller lobte das große Engagement der Familie Brosamer, das zu diesem Ergebnis geführt habe. Die Basis dafür seien eine umfassende Ausbildung, Wissen, Engagement, Ehrgeiz und nicht zuletzt der Zusammenhalt in der Familie.

Weitere Ehrenpreise im Bezirk gingen an die Hofbrennerei Ulrich Sum aus Schenkenzell für ein Zwetschgenwasser. Ludwig Schüle aus Biberach durfte für seinen Topinambur-Brand ebenfalls einen Ehrenpreis in Empfang nehmen. Groß war die Freude auch bei Andrea Lehmann vom Brennhisli-Peterseppenhof aus Oberharmersbach für die Prämierung eines Zwetschgenwassers mit dem Ehrenpreis. Brenner Berthold Matt aus Welschensteinach hat diese hohe Auszeichnung mit einem Gin erreicht.

Ein Stück Heimat in einem kleinen Glas

»Ich gratuliere allen Preisträgern«, rief der 1. Vorsitzende Ulrich Müller den Teilnehmern bei der regionalen Preisverleihung in der Kinzigbrenn-Stube zu und betonte, dass die landwirtschaftliche Betriebe mit ihren Erzeugnissen ein Genussmittel herstellen, mit dem man ein Stück Heimat in einem kleinen Glas genießen könne. Dabei gelte es, nicht das Populäre zu tun sondern das Richtige zu tun und dann dafür zu sorgen, dass es populär werde. Ulrich Müller zeigte sich überzeugt, dass die Prämierung »Baden Best Spirits« ein hervorragendes Marketing­instrument für die Klein- und Obstbrenner sei.

Beim Verband selbst gebe es derzeit Anstrengungen, die Klein- und Obstbrenner in ein noch besseres Licht zu rücken. Neben einer verbesserten Öffentlichkeitsarbeit solle dies auch mit einem »Haus der 1000 Brände« in der Ortenau geschehen. Ob dieses als eigenständige Einrichtung entsteht oder an ein bereits bestehendes Projekt angegliedert wird, sei noch nicht ausgereift.

Intensiviert werden solle auch der fachliche Austausch zwischen den Mitgliedsbetrieben in Form von Schulungen, Webinaren und Seminaren. Der 1. Vorsitzende lobte in diesem Zusammenhang das Engagement von Brennmeister Martin Brosamer, der in diesem Bereich schon sehr aktiv ist. »Wenn wir anderen Menschen etwas weitergeben und offen sind, dann kommt das auch wieder zurück«, zeigte sich Ulrich Müller überzeugt.

Das gesellige Zusammensein im Anschluss an die Preisverleihung bildete sicherlich einen weiteren Mosaikstein dazu, den Austausch zwischen den Brennerinnen und Brennern aus dem Kinzig- und Harmersbachtal zu fördern.

Gold, Silber, Bronze, Ehrenpreise

Das Gesamtergebnis unterstreicht die hohe Qualität der Erzeugnisse der Brennereien aus dem Kinzig- und Harmersbachtal:

Ulrich Sum, Schenkenzell

5 x Gold, 9 x Silber, 1 Ehrenpreis

Werner Feger, Haslach

1 x Gold, 4 x Silber, 2 x Bronze

Herbert Schwarz, Nordrach

2 x Gold, 8 x Silber, 4 x Bronze

Martin Brosamer, Biberach

7 x Gold, 9 x Silber, 2 x Bronze, 4 x Ehrenpreise

Imgard Gureth, Oberentersbach

3 x Silber, 2 x Bronze

Andreas Birk, Oberharmersbach

3 x Silber, 1 x Bronze

Andrea Lehmann, Oberharmersbach

4 x Gold, 5 x Silber, 1 x Bronze, 1 x Ehrenpreis

Patrick Herrmann, Fischerbach

2 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze

Martin Duffner, Schnellingen

1 x Gold, 9 x Silber, 3 x Bronze

Hermann Eberhardt, Loßburg-Wälde

2 x Silber, 2 x Bronze

Berthold Matt, Welschensteinach

2 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze, 1 x Ehrenpreis

Franz Haas, Nordrach

1 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze

Manfred Breig, Oberharmersbach

2 x Silber

Ludwig Schüle, Biberach

1 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze, 1 x Ehrenpreis

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Verband Badischer Klein- und Obstbrenner

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