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Biberach | 8.11.2017

Das 50. Jahr hoch zu Ross an der Spitze des Martinszugs:

Franz Willmann feiert ein besonderes Jubiläum

Foto:
Auch dieses Jahr führen Franz Willmann und sein Wallach »Orion« den Martinszug an. Foto: Ute Berger
von Ute Berger

Einmal im Jahr steigt Franz Willmann mit einem Umhang, der später am Abend in der Mitte geteilt wird, auf das Pferd. Als Sankt Martin reitet Willmann dann durch die Gemeinde, begleitet von vielen Kindern mit ihren Laternen und gelassen und sicher getragen von »Orion«, dem 18-jährigen Wallach.

Foto: Ute Berger
Eingespieltes Team: Wallach »Orion« und Franz Willmann.
Foto: Archivfoto: Peter Kauffmann
Franz Willmann übernimmt seit 1968 die Rolle des Heiligen Martin beim Martinszug durch die Gemeinde. Dieses Bild zeigt ihn in den 90ern vor der St. Blasius-Kirche.

Am Freitag, 10. November, ist es wieder soweit. Dann übernimmt Franz Willmann zum fünfzigsten Mal die Rolle der Hauptfigur beim Martins-Spiel. Vor 50 Jahren sprach ihn Pfarrer Karl Biemer an, erzählt er im Gespräch. Damals war Franz Willmann 14 Jahre alt und bereits ein geübter Reiter.

Auf dem elterlichen Rebhof waren Rösser wichtige Helfer bei der landwirtschaftlichen Arbeit. Franz Willmann wuchs mit den Tieren auf und unternahm gerne schöne Ausritte mit ihnen.

Bühnenauftritte

Dass er auch öffentlich als Reiter auftritt, das nahm 1967 seinen Lauf: Den ersten »offiziellen« Auftritt als Reiter hatte Franz Willmann in der fünften Jahreszeit 1967. Verkleidet als Cowboy ritt er mit Norwegerstute Lotte beim Fasentumzug mit. Eine Freundin der Familie aus Amerika hatte ihm die original Wes­ternkleidung geschenkt.

Für die Rolle des St. Martin stellte Willmann seine Uniform selbst zusammen: Vom Postmitarbeiter Andreas Echle bekam er einen alten Postmantel. Einen Messinghelm der Feuerwehr setzte er auf den Kopf und von Bruno Isenmann lieh er sich ein Schwert. Damit zog Franz Willmann 1968 an der Spitze des ersten St. Martinszug durch die Gemeinde.

Fünf Jahre später trat Franz Willmann der Freiwilligen Bürgerwehr Zell am Harmersbach bei. Seither trägt er auch als St. Martin die Ulanen-Uniform. In den Requisiten des Theaters der Pfarrgemeinde fand sich ein passender Umhang.

Nach einigen Jahren wurde ein neuer, besonderer Mantel genäht. Der Mantel löste den Vorgänger ab, als das Martins-Spiel zum Brauch wurde. Das gab es in den ersten zwei Jahrzehnten noch nicht. Der Mantel lässt sich teilen, wie es die Legende erzählt.

Hoch zu Ross

Die treuen Gefährten sind Willmanns Rösser: Lotte, Orion, Mona und Anja sind die Vorgänger, in deren Hufstapfen vor ein paar Jahren Orion der Zweite trat. Alle Rösser hatten bzw. haben die notwendige Ruhe, die diese Aufgabe erfordert. Sie rührt auch aus einem tiefen Vertrauen zu ihrem Reiter.

Franz Willmann lässt seinem Tier Zeit sich an die Aufgabe zu gewöhnen, beschreibt er. Zunächst wird Orion, der hübsche Wallach mit kastanienbraunem Fell und schwarzer Mähne, am Freitag herausgeputzt und gestriegelt. Willmann wird ihm das Zaumzeug anlegen und ihn satteln.

Eine halbe Stunde eher reitet er mit Orion zum alten Kirchturm. Die Feuerwehr wird bereits dabei sein, das Martinsfeuer zu speisen. Willmann übt ein paar Mal mit dem Tier den Weg, den es während dem Spiel zu gehen hat und stellt sich nahe dem Feuer ein paar Minuten still mit ihm auf. Dann hält er sich im Hintergrund bis das Martins-Spiel beginnt und die Stelle der Geschichte erreicht ist, an der er als St. Martin die »Bühne« betritt. Darauf freut er sich jetzt schon.

Einladung zu St. Martin

Die St. Martinsfeier beginnt am Freitag, 10. November um 17.30 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche »St. Blasius«. Am alten Kirchturm wird nach dem Gottesdienst das Martins-Spiel aufgeführt. Den Bettler spielt in diesem Jahr Josef Schmidt. Vom alten Kirchturm führt der Martinszug durch die Gemeinde. Kindergärten, Kirchengemeinde und Blasorchester werden mitwirken. Nach dem Laternenumzug bewirtet der Kindergarten St. Blasius auf dem überdachten Pausenhof der Grundschule.

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