Am Samstag und Sonntag haben Kinder und Jugendliche das Musical „Die Chaoskiste“ im Kulturzentrum aufgeführt. Sie überzeugten mit viel Spielfreude, Musik und einer klaren Botschaft.
Foto: Gisela Albrecht
Foto: Gisela Albrecht
Foto: Gisela Albrecht
Foto: Gisela Albrecht
Theaterregisseurin Katja Prochazkova-Körnle begrüßte die Gäste mit persönlichen Worten: Seit 15 Jahren leite sie das Chamäleon – sie könne kaum glauben, wie schnell die Zeit vergangen sei.
Viel Chaos auf der Bühne
Die Bühnenkulisse zeigte eine Dorfstraße mit bunten Häusern und passte gut zum turbulenten Geschehen. Das Chaos lag weniger in der Kiste als in den Rollen der Darstellerinnen, die alle miteinander verbunden sind.
Die Schulmädchen beschweren sich über nervige Lehrer und viele Hausaufgaben. Die Haustiere haben eigene Probleme: Der Hund flieht vor seinem Herrchen, der Hase fürchtet die Jäger. Ein Papagei flattert immer wieder herein und mischt sich ein. Der Rechtsanwalt tritt autoritär auf und setzt andere unter Druck. Seine Ehefrau versucht, mit ihm zurechtzukommen, die Kanzleimitarbeiterinnen können es ihm nicht recht machen. Die Haushälterin weigert sich, für ihn zu kochen.
Und dann steht da diese merkwürdige Kiste auf der Bühne – ohne Absender und ohne Empfänger. Niemand traut sich, sie zu öffnen. Doch genau sie bringt alle zusammen: Was tun mit der Kiste? Zwischen den Szenen tanzen die Mädchen zu bekannten Popsongs wie „Money, Money, Money“ von Abba oder „Es ist alles nur geklaut“ von den Prinzen.
In der Pause bewirten Helfer die Gäste mit Kuchen und Snacks. Das kommt bei Publikum und Kindern gut an.
Die Kiste wird geöffnet
Nach der Pause werden die Schulmädchen und die Haustiere mutiger. Sie sprechen den Rechtsanwalt auf sein Verhalten an. Er zeigt Einsicht und entschuldigt sich. Gemeinsam überlegen alle, ob man die Kiste öffnen darf und ob es rechtliche Einwände gibt. Schließlich entscheidet sich der Rechtsanwalt, die Kiste zu öffnen. Es wird spannend: Wer hineinschaut, sieht sich selbst. In der Kiste befindet sich ein Spiegel. Kein Zauberspiegel – aber einer, der ein Lächeln zurückgibt, wenn man selbst lächelt.
Der Papagei bringt es auf den Punkt: Das funktioniere auch ohne Spiegel. Die Botschaft lautet: Wer sein Leben verändern will, muss bei sich selbst anfangen.
Viel Applaus zum Schluss
Am Ende tanzen alle noch einmal gemeinsam auf der Bühne. Das Publikum bedankt sich mit viel Applaus.
Tradition beim Chamäleon ist es, dass sich die Darstellerinnen nach der Aufführung persönlich vorstellen. Auch Katja Prochazkova-Körnle erhält viel Applaus und kleine Präsente für ihr Engagement.
Darstellerinnen „Die Chaoskiste“
Rechtsanwalt Liam Lenzen: Liv Lehmann;
Rechtsanwältin Larissa Lenzen: Tabea Sälinger;
Nichte Ida Lenzen: Edda Lehmann;
Haushaltshilfe Ida: Edda Schmitt;
Kanzleimitarbeiterin Teresa: Daria Huber;
Kanzleimitarbeiterin Violette: Annika Muser;
Häschen Paula: Isabell Lehmann;
Katze Lena: Jana Huber;
Papagei Pia: Annabell Lehmann;
Hund Minho: Johanna Wurtz;
Schulmädchen Sophie: Lara Sebisch;
Schulmädchen Tamara: Kim Brosamer;
Schulmädchen Lily: Pauline Ficht;
Schulmädchen Luna: Leni Götze;
Schulmädchen Lucy: Sina Bildstein.
Tontechnik: Anna Spitzmüller.





