Am Fasenddienstag ist der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Künstler im Alter von 90 Jahren verstorben. In seinen zahlreichen Kunstwerken lebt Walter Haaf weiter.
Am 11. April 2025 hat Bildhauer Walter Haaf seinen 90. Geburtstag gefeiert. Beim Silvesterempfang durfte sich der 90-Jährige in das goldene Buch der Stadt Zell eintragen. Mit dieser Ehrung würdigte die Stadt Zell das außergewöhnliche Lebenswerk des Zeller Künstlers, dessen Werke das Stadtbild in besonderer Weise prägen. Nichts hat bei diesem Anlass darauf hingedeutet, dass sein Leben schon wenige Wochen später zu Ende gehen würde. Die Nachricht von seinem Tod hat in der Bürgerschaft tiefe Trauer und großes Mitgefühl ausgelöst.
Insgesamt 18 seiner Kunstwerke prägen das Stadtbild
Die letzte große Arbeit von Bildhauer Walter Haaf war die Skulptur „Dame im Abendkleid“. Im Dezember 2024 hat er sie als Schenkung an die Stadt Zell übergeben. Aufgestellt wurde die Bronzeskulptur im Zeller Stadtpark in unmittelbarer Nähe zur Skulptur „Das Paar“. Zwischen der Herstellung der beiden Kunstwerke liegen 60 Jahre, was das jahrzehntelange Arbeiten von Bildhauer Walter Haaf nachhaltig unterstreicht.
Beim Silvesterempfang würdigte Bürgermeister Günter Pfundstein das herausragende Lebenswerk von Bildhauer Walter Haaf. Insgesamt 18 seiner Kunstwerke prägen heute das Stadtbild. In seiner Laudatio nannte der Bürgermeister unter anderem den Zeller Narrenbrunnen, das Außenwand-Gemälde „Zeller Rossgass“, den Historiker-Brunnen beim Hirschturm, den Goldesel bei der Sparkasse, den Dörflebrunnen, den Nikolausbrunnen in Unterentersbach und den Brunnen „St. Gallus mit dem Bären“ in Unterharmersbach vor der Ortsverwaltung.
Nicht zuletzt bedankte sich der Bürgermeister namens der Stadtgemeinschaft für die Schenkung der Bronzeskulptur „Dame im Abendkleid“, die seit Dezember 2024 den Stadtpark bereichert.
Ausbildungen zum Holzbildhauer, Steinmetz und Studium
Die Wiege von Walter Haaf stand am 11. April 1935 in der Nordracher Straße. Er war der einzige Sohn von Johann Philipp und Johanna Haaf geb. Buss. Sein Vater war Dorfschullehrer in Unterentersbach, wo auch sein Sohn während der Wirren des 2. Weltkrieges die Schule besuchte.
Seine künstlerische Ader und sein handwerkliches Geschick wurden schon früh erkennbar. Walter Haaf absolvierte bei der Firma Glück in Biberach eine dreijährige Ausbildung zum Holzbildhauer. Die Serienarbeit als Holzschnitzer stellte den jungen Gesellen aber nicht zufrieden. Deshalb wechselte er nach Freiburg und besuchte die Fachschule für Bildhauerei. An der Münsterbauhütte Freiburg erwarb Walter Haaf seine Qualifikation zum Steinmetz und Steinmetztechniker.
Es folgte eine weitere Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Mages und erste Aufträge stellten sich ein. Eine weitere Station war die Kunstakademie in München bei dem international bekannten italienischen Bildhauer Emilio Greco. Doch Auftragsarbeiten führten dazu, dass er die Weiterbildung abbrach und nach Zell zurückkehrte. „Seither bin ich in Zell a. H. als freischaffender Bildhauer tätig“, blickte Walter Haaf im vergangenen Jahr kurz vor seinem 90. Geburtstag zufrieden und zurecht mit Stolz auf sein 70-jähriges Berufs- und Künstlerleben zurück. In seiner Heimatstadt Zell und weit darüber hinaus hat er einen schier unendlichen Fundus an Kunstwerken aus Stein, Bronze und Holz geschaffen.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.



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