Zeller Fasend vom Feinsten beim vierstündigen Neuhauser Abend im vollbesetzten Pfarrsaal.
Wirtschaftssterben war gestern. Der neue Treffpunkt von Neuhuse und vom Städtle, ob Jungen oder Mädchen, ist jetzt – einfach wunderbar – die Rebberg-Rooftop-Bar!
Dort haben nicht nur die in Zell heimatlos gewordenen Kultgetränke Asbach uralt, Alpirsbacher Mönch, Rotkäppchen und Jägermeister ihre neue Heimat gefunden – auch die beiden Vollblutmusiker und Neuhauser Obernarren Gisela und Karl-Heinz feierten beim Kiosk am Waldrand schon ein Jahr nach ihrem Abschied von der Fasendbühne ihr Comeback und sorgten für gute Laune – oben, unten, vorne, hinten – einfach überall. Und das ganze Neuhauser und Zeller Narrenvolk feierte mit!
Gelebte Integration
Am Freitagabend war Neuhauser Abend und alle kamen. Die Mostmaidli und Mostbuebe marschierten gut gelaunt und hochmotiviert in den vollbesetzten Pfarrsaal ein und Obermostbueb Klaus Kienzle konnte hinten an den Stehtischen Hausherr Pfarrer Gerner und sein närrisches Kirchenteam begrüßen.
Vorne im Saal, direkt am Bühnenrand hatten nicht nur die Zeller Narrenprominenz sondern auch Ortsvorsteher Jürgen Isenmann vom Hombe und Saumusikchef Patrick Friedmann Platz genommen. Da schwärmte der Obermostbueb von „gelebter Integration“, denn Patrick hat jetzt in bester Südhanglage von Zinkenhausen eine Apfelanlage gepachtet. Wahrscheinlich wird schon im Frühjahr die erste Pachtzahlung fällig!
Eine glatte Eins für die Nachwuchsnarren
„Guten Morgen Frau Pohlmann“, schallte es durch das verrückte Klassenzimmer. Dort drückten vier clevere Jungs die Schulbank und gaben damit ihren Einstand auf der Fasendbühne. Ob rechnen, Geschichte oder Tiere – schlagfertig lieferten sie ihre Antworten. Dafür gibt es eine glatte Eins! Den aufgeweckten Jungs flogen nicht nur die Herzen ihrer Mamas und Papas im Saal entgegen.
Derweil führte Lehrerin Linda Pohlmann wieder mit Witz und Humor durch einen unterhaltsamen Gemeinschaftsabend.
Neuhausen – ein Traditionsverein
Vom Klassenzimmer an den Ratstisch. Dort schenkten die Neuhauser Räte um Ortsvorsteher Klaus dem Narrenvolk reinen Most ein. „Wir Neuhauser sind ein Traditionsverein“, machten sie unmissverständlich klar und gingen mit sich selbst ins Gericht. Am Neuhauser Stand auf dem Nikolausmarkt gibt es jetzt „Glühmost Fire“, „Glühmost sweet“ und „Flammenkuchen caprese“ – und bald auch „Hot-Apple-Wi“? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit, gilt wohl auch für Neuhausen, der „Heimat der Apple-Produkte“. Wird Neuhausen zum Silicon-Valley von Zell?
Brisante Themen galt es für den Rat abzuarbeiten. In Zell wurde eine Tempo-30-Zone wegen einem Schwimmbad eingeführt. In Neuhausen gibt es sechs Schwimmbäder – da müsste man jetzt rückwärtsfahren, lautete die logische Konsequenz. Entsprechend groß sei in Neuhausen jetzt der Bedarf an Blitzerwarnern. Rita Lehmanns Methode: ein 30er-Zettel auf dem Lenkrad.
Eckwaldhexen, Moorgluthexen und jetzt auch noch Badwaldhexen. Ob letztere eine Abteilung der Badwaldfront vom ZFV sind? Für die Neuhuser Räte war klar: „Die Hexe brucht kein Mensch.“
Wenn einer eine Reise tut: Ehrenzunftmeister Berthold Damm war auf einer Donaukreuzfahrt. In der Kajüte stand als Willkommensgruß eine Schüssel mit Süßigkeiten und ein Päckle mit zwei „Gummibärchen“. Die seien aber „grußig zäh“ gewesen. Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, sind es zwei Ohrstöpsel gewesen!
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.




