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Zell-Unterharmersbach | 9.08.2024

SEK-Einsatz in Zell-Unterharmersbach endet glimpflich

Foto:
Polizeibeamten und Spezialkräften des SEK ist es am Donnerstagvormittag in Zell-Unterharmersbach gelungen, einen psychisch auffälligen Mann festzunehmen – und so mutmaßlich Schlimmeres zu verhindern. Foto: Hanspeter Schwendemann
von Polizei

Die Polizei hat am Donnerstag in Zell einen mit Messern bewaffneten Mann festgenommen. Dieser soll sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben, hatte sich zeitweise in einem Wohnhaus verschanzt und war auch auf dessen Dach geklettert.

Foto: Hanspeter Schwendemann
Ausnahmezustand im Tannenweg. Die Polizei sicherte mit hoher Präsenz das Wohnhaus des Mannes ab. Auf der Straße lagen Gegenstände und Unrat, das er aus dem Fenster im Obergeschoß herausgeworfen hat.

Rund eine Woche ist es her, dass in Oberkirch ein 39-jähriger Mann unter ähnlichen Umständen ebenfalls einen Großeinsatz ausgelöst hatte. Es gibt mehrere Parallelen zum aktuellen Fall im Zeller Teilort

Unterharmersbach: Beide Männer befanden sich in einem psychischen Ausnahmezustand, beide waren der Polizei bekannt, beide verschanzten sich in einem Raum und beide waren mit Messern bewaffnet.

Während der Einsatz in Oberkirch tragisch endete – den 39-Jährigen trafen tödliche Schüsse, als er sich den Beamten mit einem Messer näherte – gelang es den Einsatzkräften in Zell die Situation ohne tödliche Gewalt aufzulösen. Die Schilderung der Polizei macht jedoch deutlich: Es hätte auch im Harmersbachtal weit dramati-scher enden können.

Sondereinsatzkommando rückt nach Zell aus

Ein Anrufer meldete bereits gegen 7 Uhr am Donnerstag einen Mann, der in der Hauptstraße randalierte und Menschen bedrohte. Danach sei er in Richtung Unterharmersbach weggelaufen. Kurze Zeit später wurde der psychisch Auffällige auf dem Dach eines Zweifamilienhauses gesichtet, bewaffnet mit einem Messer. Das Haus sowie die nähere Umgebung wurde von den eingetroffenen Ein-satzkräften umstellt und ver-sucht mit dem Mann, der sich inzwischen im Obergeschoss aufhielt, Kontakt aufzunehmen – zunächst erfolglos. Auch ein Sondereinsatzkommando wur-de hinzugezogen, zudem ein Polizeihubschrauber.

Um die Situation einzu-schätzen zu können, versuchten die Beamten mit Betreuern, Fachkliniken und Behörden, Zugang zu dem Mann zu finden. „Jegliche Kontaktaufnahme mit dem psychisch Auffälligen war in dieser Phase nicht möglich“, beschreibt die Polizei die Situation. In seinem Ausnahmezustand zeigte sich der Mann mit Messern bewaffnet wiederholt am Fenster und auf dem Dach. Zudem warf er Gegenstände und Unrat aus dem Fenster im Obergeschoss.

Gegen 11 Uhr verschafften sich Spezialkräfte und Beamte der Verhandlungsgruppe Zu-gang zu dem Gebäude. Die Schilderung der Polizei lässt vermuten, dass die Situation zu entgleisen drohte. Denn der Mann stieg bewaffnet mit zwei Messern erneut durch das Fens-ter einer Gaube auf das Dach. Die Kontaktaufnahme durch die Polizei scheiterte zunächst, da der auf dem Dach sitzende Mann nicht ansprechbar war.

Mann wird bei der Festnahme leicht verletzt

Beamten der Verhandlungs-gruppe gelang doch noch, Zu-gang zu ihm zu bekommen und ihn zur Rückkehr ins Haus zu bewegen. Dort konnte der psy-chisch Kranke von Kräften des Spezialeinsatzkommandos vorläufig festgenommen werden. Bei der Festnahme wurde der Mann leicht verletzt.
Bereits einige Tag zuvor war der Mann in den umliegenden Straßen aufgefallen, weil er die Gärten der Nachbarschaft durchstreifte und im Keller eines Wohnhauses Alkohol entwendete. Nach der anschließenden Polizeikontrolle und Anzeigenaufnahme begab sich der Mann noch am Montag in ärztliche Behandlung.

Am Mittwoch nach Entlassung aus der Fachklinik machte er erneut auf sich aufmerksam, indem er Gegenstände aus dem Haus in den Vorgarten warf. „Eine Gefährdung oder Bedrohungssituation lag zu diesem Zeitpunkt nicht vor“, betont die Polizei. Die zu Hilfe gerufenen Beamten konnte vor Ort keinen Kontakt mit ihm aufnehmen, da er die Fenster verschlossen hatte und die Tür nicht öffnete.

Wegen der Müllentsorgung erfolgt eine Anzeige an die zuständige Behörde, ob ihm noch weitere Straftaten zugeordnet werden können, ist Gegen-stand der polizeilichen Ermittlungen.

Tödliche Schüsse

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen 39-Jährigen in Oberkirch am 31. Juli hatten die Staatsanwaltschaft Offenburg und das LKA Ermittlungen übernommen. Zur Untersuchung war auch eine Obduktion angeordnet worden. Ein Ergebnis der Obduktion werde erst im Laufe der aktuellen Woche erwartet, hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft vergangenen Freitag erklärt. Auf eine Anfrage nach dem Stand der Ermittlungen – insbesondere nach den Ergebnissen der Obduktion – versicherte die Staatsanwaltschaft voraussichtlich am heutigen Freitag in einer Mitteilung informieren zu wollen. Bei dem Vorfall in Oberkirch hatte ein Arzt die Polizei gerufen, weil ein 39-Jähriger sich das Leben habe nehmen wollen. An der Wohnung des Mannes angekommen, habe dieser die Beamten mit einem Messer bedroht. Es kam schließlich zu den tödlichen Schüssen.

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