Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf mehrere Millionen Euro. Rund 170 Einsatzkräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen waren im Einsatz.
Ein schweres Brandunglück hat am Donnerstagabend die Firma Rombach getroffen. Durch das Feuer wurde eine Produktionshalle komplett zerstört. In der Halle befanden sich die NURHOLZ-Brettstapelproduktion und eine Hobelanlage, die erst vor zwei Jahren neu installiert wurde. Auch die Reparaturwerkstatt des Holzbauunternehmens wurde ein Raub der Flammen. Eine angrenzende Produktionshalle wurde im Dachbereich ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Zum Glück konnten die Einsatzkräfte das Übergreifen des Feuers auf den Neubau des Heizkraftwerks und auf die weiteren Werkshallen verhindern. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden in einer ersten Mitteilung auf mehrere Millionen Euro.
„Es ist, als wenn uns die Lebensgrundlage entrissen wurde“, schildern Firmeninhaber Rolf Rombach und seine Frau Tanja im Gespräch mit unserer Zeitung die Situation. Zerstört wurden nicht nur Teile der Produktionsanlagen, sondern auch die Leitungen zur 20-kV-Trafostation, so dass aktuell die komplette Firma von der Stromversorgung abgeschnitten ist. Außerdem wurde durch den Brand die Heizungsanlage zerstört, so dass nun auch die Trocknung des Bauholzes ausfällt. Die Firma Rombach steht durch den Brand vor einer insgesamt sehr schwierigen Situation.
Starke Rauchentwicklung verhinderte Löschversuche
Nachdem am späten Donnerstagnachmittag der Brand bemerkt wurde, haben zunächst Firmeninhaber Rolf Rombach und Mitarbeiter versucht, das Feuer mit Feuerlöschern und einem Wasserschlauch unter Kontrolle zu bringen. Die starke Rauchentwicklung verhinderte die Löschversuche. Nur noch Stapler und andere Fahrzeuge konnten aus der Halle herausgefahren werden. Ein Mitarbeiter erlitt bei den Löschversuchen eine leichte Rauchgasvergiftung, weshalb er zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht wurde.
„Um 17.41 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr Oberharmersbach“, berichtet Kommandant Dietmar Lehmann. In der ersten Meldung wurde von einem Dachstuhlbrand ausgegangen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der hintere Teil des Gebäudes bereits im Vollbrand. Deshalb erfolgte die Nachalarmierung der Nachbarwehren und der Führungsgruppe Kinzigtal. Insgesamt waren am Donnerstagabend rund 170 Rettungskräfte im Einsatz.
Die Feuerwehr Oberharmersbach war mit vier Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften komplett im Einsatz. Alarmiert wurden die Löschzüge von Zell und Biberach, außerdem die Drehleitern von Gengenbach und Zell. Vom Löcherberg her rückte die Feuerwehr Oppenau, ebenfalls mit der Drehleiter, zum Unglücksort an. Die Kreisstraße war während des Großbrandes komplett gesperrt.
Atemschutzträger von Nordrach und Steinach unterstützten die Oberharmersbacher Feuerwehr. Aus Offenburg wurde der Atemschutzabrollbehälter angefordert. Ebenso kam der Löschzug Brandbekämpfung aus Offenburg und Schutterwald später als Ablösung an den Brandort.
Das Technische Hilfswerk unterstützte die Feuerwehren mit der Ausleuchtung der Brandstelle und mit Treibstoffnachschub zum Nachtanken der im Einsatz befindlichen Fahrzeuge und Aggregate.
Zum Glück kamen durch den Großbrand keine Personen zu schaden, so dass der Rettungsdienst nicht weiter eingreifen musste. Das DRK Unter-/Oberharmersbach hatte im neuen Bürogebäude der Firma Rombach eine Verpflegungsstation der Einsatzkräfte eingerichtet.
Die Führungsgruppe Kinzigtal unterstützte den Einsatzleiter in den Bereichen Kommunikation, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit. In mehreren Lagebesprechungen stimmten sich die Abschnittsleiter über die Maßnahmen ab. Außerdem wurden Informationen zwischen Feuerwehr, Polizei, DRK, THW und Gemeinde ausgetauscht. Zur Lageerkundung und Lagedokumentation wurde auf Luftbilder der Drohnengruppe der Feuerwehr Haslach zurückgegriffen. Vor Ort war auch Kreisbrandmeister Bernhard Frei.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





