Zeichnungen, Malerei, Radierungen und Objektkunst in der Arthus Galerie Zell

Galerist Bertin Gentges eröffnet morgen in seinen Galerieräumen die Ausstellung »à l’ouest dans mon sud« mit über 100 Werken zweier befreundeter Künstler aus Frankreich und Deutschland.

Am Samstag, 18. November, um 17 Uhr wird die Kunstschau in der Arthus Galerie Zell im Beisein von Bodo W. Klös und einer Einführungsrede von Dr. Friedhelm Häring, ehem. Museumsdirektor aus Gießen, eröffnet und bis zum 13. Januar gezeigt. Alle Kunstinteressierten sind herzlich eingeladen.

Nach dem großen Anklang der Ausstellungen beider Künstler vor nunmehr fünf beziehungsweise sieben Jahren halten neueste Werke Einzug in die Galerie. Dass Bodo Klös als Zeichner und Radierer einen sehr guten Namen hat, ist dem Publikum bekannt. Dass er ebenso wunderschöne Bilder auf die Leinwand zaubert, kann in dieser Ausstellung entdeckt werden. Neben Porträts, Schuhen und Raben, Fundstücken und Tieren gibt es Leinwandwerke von einem Aufenthalt in Rom, die Klös 2016 bei einem Symposion mit befreundeten Künstlern gemalt hat. Hierzu gibt es eine sechs Blätter umfassende Mappe, die »Commedia di Roma«. Durch seine monatelangen und jährlichen Frankreichaufenthalte verwundert es nicht, dass Bodo Klös mit dem Franzosen Roland Roure befreundet ist. Roure suchte Anfang der 1970er Jahre Spielzeug für seinen kleinen Sohn. Da er nichts Adäquates fand, bastelte er kleine Spielzeuge, die schon bald hohes künstlerisches Niveau erreichten. Seine Kunstwerke sind beseelt aus dem Reiz des Spieles, der kindhaften Phantasie und der Anmut der Marionette. Aus Holz, Draht und Blech, Papier und Farbe geschaffen, verführen sie, mit dem Zug der Magier zu wandern, dem heilbringenden Sterne nach, um die Wunder der Welt neu zu entdecken und das Staunen wieder kennen zu lernen, das uns seit Kindertagen verloren ist. Meisterlich nicht nur seine Lampenobjekte, die ihre Magie durch sanfte Berührung entfalten, sondern auch eines seiner neuen Werke, die »Tigerjagd des Maharadschas«, welches sich mehrfach axial bewegen lässt.

Mit über 100 Werken ist dies eine wunderbare Ausstellung, die den einen oder anderen Kunstinteressierten in weihnachtliche Stimmung versetzt und sich selbst beim Spiel, beim »sich verzaubern lassen«, ertappt.