Werke von Hans Rentschler im Museum Villa Haiss

Werke von Hans Rentschler sind vom 15. Juli bis zum 19. November im Museum Villa Haiss zu sehen. Es ist die siebte Einzelausstellung, die Walter Bischoff zu Ehren des 2011 verstorbenen Künstlers durchführt.

Die gestische Dynamik seiner abstrakten Bilder besteht aus Farbe und Formen. Andeutungen von Landschaften, vor allem Industrielandschaften führen sicher auf seine Ausbildung und Berufserfahrung als Ingenieur zurück. Architektonische Assoziationen verbleiben im Abstrakten und ermöglichen nur Andeutungen. Rote Formen, die wie Stelen aussehen, ragen aus dem schwarzen Untergrund. Es könnten Reste von Industrie-Ruinen vergangener Zeiten sein.

Farbe und Form werden in Hans Rentschlers Werken in eindrucksvoller Weise zur expressiven Bildaussage vereint. Der satte Farbauftrag und die Farbschichtungen, matt und glänzend, führen zur Bildtiefe, zur Wahrnehmung von außen und innen und zum imaginären Raumempfinden. Oft beherrscht ein mit schwarzen gestischen Pinselstrichen eingearbeitetes Rechteck oder auch Quadrat die Bildwelt Rentschlers. Diese eingebetteten Flächen bewirken die Statik des Bildes und erzeugen gleichzeitig die Sichtbarmachung von verschiedenen Ebenen. Zur Lebendigkeit trägt der scharfe Kontrast zwischen schwarzer, roter und blauer Farbe, sowie die matten und glänzenden Strukturen der Teilflächen bei. In den Bildern ist auch ablesbar, dass das Malen Hans Rentschler Freude bereitete. Die überwiegend verwendeten Farben Rot, Blau und Schwarz hinterlassen keinen düsteren Eindruck. Selbst bei den teilweise mehr in Schwarz gehaltenen Bildern kommen die Farben Rot und Blau durch und hinterlassen eine positive Ausstrahlung. Inspirieren ließ sich Rentschler unter anderem durch das »action-painting« in den USA der 1940er und 1950er Jahre.

Hans Rentschler wurde 1934 in Göppingen geboren. Er studierte 1956 bis 1957 an der Akademie der Bildenden Künste in München und von 1957 bis 1962 an der Fachhochschule für Gießerei- und Hüttenwesen in Duis­burg.Von 1962 bis 1992 arbeitete Renschler als Ingenieur und Künstler, bis er sich dann ab 1992 ganz auf die Kunst konzentrierte. 2004 erhielt er das Stipendium der Walter Bischoff Galerie für einen sechsmonatigen Atelieraufenthalt in San Jose/USA.

Das Museum Villa Haiss hat donnerstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.