Mit mehreren Auftritten im Jahresablauf feierte die Jagdhornbläsergruppe »Harmersbachtal« ihre Gründung vor 50 Jahren. Die »Hubertusmesse« am Sonntag, 12. November 2017, in der Oberharmersbacher Pfarrkirche »St. Gallus« lässt das Jubiläumsjahr ausklingen.

Seit 1200 Jahren gilt der Hl. Hubertus als Schutzpatron der Jäger. Am 3. November wird jeweils seiner gedacht. Da erklingen sakral und profan die Jagdhörner. Die Jagdhornbläsergruppe »Harmersbachtal« wird die »Hubertusmesse« gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus dem hinteren Renchtal gestalten. Dabei beschränkt sich der Jubelverein auf den Einzug und den »Hubertusmarsch« am Ende des Gottesdienstes.

Die Jagdhornbläsergruppe »Hinteres Renchtal« pflegt seit Jahren einen intensiven Kontakt  mit den benach­barten Harmersbacher Jagdmusikern. Man besucht sich gegenseitig zu verschiedenen Anlässen. So lag es nahe, den Renchtälern mit ihren Par­forcejagdhörnern, die ein kräftigeres und breiteres Klangbild bieten, den größeren musikalischen Anteil der Messe zu übertragen.

Die Jagdhornklänge begleiten die gesamte Liturgie. Die Melodien zur »Hubertusmesse« sind zum Teil über 200 Jahre alt und meist mündlich überliefert. Es ist das Verdienst des Heidelberger Komponisten Reinhold Stief († 1992), zu Beginn der 1960-er Jahre die Parforcemusik in Tonart »Es«, auf die die Parforcehörner gestimmt sind, neu Impulse zu setzen. Er griff dabei auf französische Quellen zurück und ergänzte diese durch eigene Kompositionen. Ein halbes Dutzend dieser Kompositionen wird im Verlauf der Messe zu hören sein.

Den Gottesdienst, der um 9.30 Uhr beginnt, zelebriert Pfarrer Bonaventura Gerner. Er wird auch die Festpredigt halten. Die musikalische Leitung liegt bei Herbert Braun.