Es ist schon ein paar Tage – ja, sogar Jahre her, dass aus der »Brennstub« beim Storchenturm-Museum der Duft von Hochprozentigem strömte. Jetzt ist es wieder soweit! Am Samstag, 2. September 2017, wird der historische Brennkessel angefeuert und zusätzlich wird auch noch ein Jubiläum gefeiert, denn den Zeller Städtlemarkt gibt es inzwischen seit zehn Jahren!

Die Stadt Zell verfügt über eine »Brennstub« mit einem über 100 Jahre alten Brennkessel und natürlich einem Brennrecht. Um das Brennrecht zu erhalten wird der alte Brennkessel eingeheizt und das »Zeller Storchenturm-Tröpfle« gebrannt – unter der Regie des ehemaligen Marktmeisters Franz Roth! Eine einmalige Gelegenheit, die kleine Zeller Brennerei hinter dem Storchenturm-Museum in Betrieb zu bestaunen. Dieses Ereignis feiert die Stadt zusammen mit dem Markt-Jubiläum, bei einem »Brennerei-Festle.«

Heimische Brände genießen

Mit rund zwölftausend Klein- und Obstbrennern befindet sich übrigens die Hälfte der bundesdeutschen Betriebe im »Obstland Baden-Württemberg« und die Ortenau belegt dabei bundesweit den ersten Platz. Beim Zeller »Brennerei-Festle« präsentieren neben dem »Zeller Storchenturm-Tröpfle« vier ausgewählte Destillateure aus der Region hochprozentigen Genuss mit heimischen Obstbränden, Likören, Whiskey und mehr.

Eröffnet wird das Fest um 11 Uhr von Bürgermeister Günter Pfundstein zwischen Storchenturm-Museum und Alter Kanzlei. Mit hand­gemachter Akkordeonmusik und Schlagern bringt das Rebland Duo aus Durbach Schwung und gute Laune in den Tag und »locken« vom Städtlemarkt zum Brennerei-Festle. Mit von der Partie sind auch die beiden »Zeller Schwarzwälderinnen Maari und Marie«, alias Uli Vögele und Esther Kalmring. Mit herzhaften Schwarzwälder Leckereien sowie Kaffee und Kuchen von Markt-Bäcker und Metzger runden die Museumsfreunde das Angebot mit Getränken ab. So wird der Marktbummel mit Destil-
lationskunst erweitert, geht in einen gemütlichen Hock über und endet um etwa
15 Uhr.

Jubiläums-Städtlemarkt startet um 7 Uhr

Wie jeden Samstag verwandelt sich der Kanzleiplatz mitten im Zeller Städtle zur Shopping-Mall regionaler Produkte. Bereits ab 7 Uhr bestücken ca. 20 Anbieter aus der Region die Marktstände mit einem bunten Warenangebot. Dass die Produktpalette auf dem Zeller Städtlemarkt inzwischen so groß ist und von Äpfeln und Bauernbrot über Honig und Käse bis hin zu Wurst und Zibärtle reicht ist der Initiative des Arbeitskreises Stadtmarketing im Jahr 2007 zu ver-
danken. Um das Angebot und die Attraktivität des bis dato sehr kleinen – über 25 Jahre alten – Wochenmarkts zu steigern war es an der Zeit, weitere regionale Anbieter für den Wochenmarkt zu begeistern. Schließlich wurde aus dem Wochenmarkt, der »Zeller Städtlemarkt.«

Die Mehrzahl der Marktanbieter stehen das ganze Jahr über, von Januar bis Dezember, bei Regen, Schnee und Sonnenschein – kurzum bei Wind und Wetter auf dem Marktplatz! Ein Anreiz, Woche für Woche erntefrische oder selbsthergestellte Produkte auf dem Zeller Städtlemarkt anzubieten, waren unter anderem neue, attraktive Marktstände. Die haben die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs in Eigenregie entwickelt und gebaut – mit Holz aus der Region versteht sich. Ein weiterer Aspekt einen Marktstand im Zeller Städtle mit Produkten zu bestücken ist sicher auch das Einzugsgebiet. Das erstreckt sich von Zell am Harmersbach auf das gesamte Harmersbachtal.

Einkaufsbummel im Städtle

Für viele ist der Samstags-Einkaufsbummel im »Städtle« fest eingeplant – hier kennt man sich, grüßt sich und hat auch mal Zeit für ein Schwätzchen. Ein schöner Start ins Wochenende und eine Marktatmosphäre in historischem Ambiente, die auch viele Touristen und Feriengäste schätzen und die Gelegenheit beim Schopfe packen: kulinarische Souvenirs wie Likör, Marmelade, Schnaps, Speck und vieles mehr wechseln den Besitzer – ein leckeres Mitbringsel aus dem Urlaub, frisch vom Markt!

Ausstellung »Heimat 2.2«

Außergewöhnliche Schwarz­wälder Kunst bietet ein Rundgang durch die Ausstellung »Heimat 2.2.« im Storchenturmmuseum. Bei vielen Besuchern löst diese Vielfalt eines »bunten Schwarzwalds der Kulturen« Staunen und Schmunzeln aus. An diesem Tag ist eine Sonderöffnung von 11.00 bis 15.00 Uhr!

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