Erst ängstlich, dann freudestrahlend:

Für Nikolaus waren 11 Türen geöffnet

Am Montagabend zogen nach altem Brauch der Nikolaus, Ruprecht und die Schwarzen Gesellen mit dem »Biggesel« durch das Dorf.

Es war kurz nach Einbruch der Dunkelheit, als die Brauchtumsgruppe (insgesamt 15) mit den Ketten rasselnd und mit ohrenbetäubenden »iaaah-Rufen« auf sich aufmerksam machten. Im Hause Fischer in der Zeller Straße wurde dem Nikolaus in Begleitung zweier Schwarzer Gesellen als erstes von 11 Häusern Einlass gewährt.

Etwas ängstlich saßen die Kinder Janic, Linus und Jette bei ihrer Mutter Isabell. Gespannt und ohne Wimpernzucken verfolgten sie den Worten des Nikolaus, als er sein großes Buch aufschlug. »Manches muss besser werden bis zum nächsten Jahr«, betonte er mit mahnenden Worten. Er zeigte sich aber auch erfreut über so manche gute Taten und dieses Lob nahmen die Kinder freudestrahlend an. Regelrecht ins Schwärmen kam der Nikolaus, als ihm ein Gedicht vorgetragen wurde. Und Nikolaus und seine Begleiter kamen nicht mit leeren Händen. Aus dem mitgeführten großen Sack verteilten sie einige Naschereien.

Bevor sie der Familie eine schöne Advents- und Weih­nachtszeit wünschten, wurde noch eine Rute auf den Tisch gelegt, damit der Besuch vom Nikolaus nicht vergessen wird.

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