Historischer Verein forscht in Vergangenheit und hält Gegenwart für die Nachwelt fest

40 Jahre erfolgreiche Arbeit werden mit Ausstellung und festlichem Empfang gefeiert

Im Jahre 1977 wurde der Historische Verein Oberharmersbach gegründet mit dem Ziel, die Geschichte des Tales zu erforschen und das Zeitgeschehen in der Gemeinde zu dokumentieren. Am Sonntag, 10. Dezember, wird das 40-jährige Bestehen zusammen mit geladenen Gästen gefeiert.

Die Vereinsgründung kam auf die Initiative von Eugen Lehmann und Karl-August Lehmann zustande, der auf der Gründungsversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde und in dieser Funktion bis 2003 viele Projekte angeregt und maßgeblich umgesetzt hat. 34 Bürger waren zur Gründungsversammlung gekommen, ein Zeichen für das große Interesse an der Geschichte ihrer Heimat. Die ers­ten Schwerpunkte der Vereinsarbeit bildete die Erstellung von Chroniken und Festschriften anlässlich von Jubiläen von Vereinen und Institutionen. Zu den Informationstafeln entlang des Reichs­talpfades erschien ein Wanderführer und unter der Federführung des Historischen Vereins wurde eine gemeinsame Festschrift zum 850-jährigen Jubiläum der Talgemeinde im Jahr 1989 erstellt. Unter dem Titel »Die Geschichte eines Tales« veröffentlichte Karl-August Lehmann im selben Jahr den ersten Band der Chronik. 1991 ergänzte der zweite Band »Die Gemeinde Oberharmersbach« dieses umfassende Nachschlagewerk. Ein solches ist auch der Jahresrückblick, der seit 1981 bis heute erscheint und die vielfältigen Aktivitäten in den Vereinen und in der Gemeinde in Wort und Bild dokumentiert. Auch das Medium Film nutzt der Historische Verein dazu, Zeitgeschichte für die Nachwelt festzuhalten. Im Jahr 1960 hatte der damalige Ratsschreiber Johann Georg Lehmann das Filmarchiv begründet, das sein Sohn Karl-August weiterführte. Heute liegt es in den Händen von Karlheinz Atamaniuk, der die digitalen Möglichkeiten für seine Arbeit nutzt.

Sichtbare Zeugnisse

Bildstöcke und Wegkreuze sind steinerne Zeugen der Geschichte. Sie zu erfassen und zu erhalten war für Eugen Lehmann bis zu seinem frühen Tod 1984 eine Herzensangelegenheit. Die Kleindenkmale wurden zum Teil mit Hilfe der Grundstücksbesitzer restauriert. Das gelungene Ergebnis dokumentiert ein Bildband. Das vielleicht markanteste Zeichen für das Wirken des Historischen Vereins ist das Heimatmuseum hinter dem Rathaus. In einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Schwarzwaldverein und mit Unterstützung der Gemeinde wurde zwischen 1985 und 1988 ein unter Denkmalschutz stehender Speicher im Holdersbachtal abgebaut und in der Ortsmitte wieder aufgerichtet. Zusammen mit der alten Mühle und dem Backhäuschen bildet das strohgedeckte Gebäude ein gelungenes Ensemble, das den Besuchern einen lebendigen Eindruck vom bäuerlichen Leben und Arbeiten der früheren Generationen vermittelt.

Ausstellung und festlicher Empfang

Der Verein mit Cornelia Lehmann als Vorsitzende kann also mit Stolz auf vier Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Die Jubiläumsfeier am Sonntag, 10. Dezember, im Foyer der Reichstalhalle beginnt um 14 Uhr mit einem Sektempfang. Auf der Tagesordnung steht dabei auch die Ehrung der Gründungsmitglieder. Ein Ensemble der Miliz- und Trachtenkapelle wird den Festakt musikalisch umrahmen. Anlässlich des Jubiläums findet am Samstag, 9. Dezember, im Foyer der Halle eine Ausstellung mit Bildern des verstorbenen Malers Berthold Roth statt. Die Bevölkerung ist von 14 Uhr bis 18 Uhr zu einem Besuch herzlich eingeladen.

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