AZV verabschiedet Haslachs Bürgermeister a. D. Heinz Winkler

Philipp Saar zu neuem stellvertretenden Verbandsvorsitzenden im AbwasserZweckVerband Kinzig- und Harmersbachtal gewählt

Am Donnerstag trafen sich die Mitglieder und weiteren Vertreter im AbwasserZweckVerband Kinzig- und Harmersbachtal (AZV) zur 94. Sitzung der Verbandsversammlung.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Feststellung der Jahresrechnung 2016, der Bericht über den aktuellen Sachverhalt bezüglich der Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis und die Vorstellung der Schmutzfrachtberechnung des gesamten Verbandsgebiets. Nicht zuletzt nutzten die Mitglieder den Rahmen, um den Stadtbaumeister Roland Keifel (Stadt Zell), den Bürgermeister Armin Schwarz (Gemeinde Fischerbach) und den Bürgermeister sowie stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Heinz Winkler (Stadt Haslach) zu verabschieden.

Biberachs Bürgermeisterin und Verbandsvorsitzende Daniela Paletta bedankte sich beim scheidenden Stadtbaumeister Roland Keifel für die geleistete Arbeit und wünschte ihm alles Gute in seinem neuen Wirkungskreis. Keifel wechselt zum 1. August als Kreisbaumeister zum Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald. Fischerbachs Bürgermeister a. D. Armin Schwarz war zwar verhindert, Daniela Paletta nutzte trotzdem die Möglichkeit, ihm in Abwesenheit zu danken. Schwarz war bis zum 31. Dezember 2016 für den AZV tätig und hatte viele Maßnahmen begleitet. An den ehemaligen Haslacher Bürgermeister sowie stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Heinz Winkler richtete sie ebenfalls herzliche Worte des Dankes. Der Schutz der Gewässer sei wichtig, Winkler hätte die Arbeit im AZV in seiner langen Amtszeit immer sehr ernst genommen. Am 19. Dezember 1985 wurde er stellvertretender Verbandsvorsitzender und hatte fortan die Arbeit des Verbands mit großem Engagement und großer Sachkenntnis begleitet. Er hätte die Geschicke maßgeblich mitbestimmt, so Paletta. Die Etablierung des Arbeitskreises der Bürgermeister sei ein großes Verdienst Heinz Winklers gewesen. Er hat das 20-jährige und 30-jährige Betriebsjubiläum erlebt, seit dem Dezember 1985 bei allen Per­sonalentscheidungen mitgewirkt. Er agierte konservativ und investierte mit Bedacht, fuhr Paletta fort. Nun sei es an der Zeit, den wohlverdienten Ruhestand zu genießen.

Heinz Winkler dachte bei seiner Antwortrede zurück an die Vorgänger, an die, die beschlossen hatten, den Verband zu gründen. Das sei damals nicht einfach gewesen. Sein Bemühen sei stets gewesen, von der hohen Schuldenlast herunterzukommen und Gebührenkontinuität zu ermöglichen. An Daniela Paletta gewandt, die seit dem 2. Juli 2014 den Vorsitz innehat, drückte er seine Anerkennung aus: »Du bist unheimlich schnell in die Aufgabe hineingekommen«.

Nach den Verabschiedungen wurde von der Versammlung ein neuer, stellvertretender Verbandsvorsitzender gewählt. Die Wahl fiel einstimmig auf Haslachs neuen Bürgermeister Philipp Saar.

Jahresrechnung 2016 und Aktuelles

Die Verbandsversammlung stellte zuvor das Ergebnis der Jahresrechnung fest. Die bereinigten Soll-Ausgaben des Verwaltungshaushalts belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro, die des Vermögenshaushalts auf gut 655.000 Euro. Die Bilanz schließt zum 31. Dezember 2016 mit 6.522.879,78 Euro ab.

Aktuell steht zudem die Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis für das Einleiten des gereinigten Abwassers in die Kinzig an. Diese wird für 15 Jahre vom Landratsamt erteilt. Die bisherige war bis zum 31. Dezember 2016 befristet, am 29. März wurde eine qualifizierte Duldung erteilt, die bis Ende 2018 befristet wurde. An den für die Neuerteilung erforderlichen Unterlagen wird bereits gearbeitet. Dabei muss auch eine Schmutzfracht­berechnung für das gesamte Verbandsgebiet vorgelegt werden. Diese zeigt momentan einen noch zu hohen Schmutzaustrag, bei der Regenwasserbewirtschaftung. Die Verbandsversammlung diskutierte über den vorgelegten Vorschlag hinsichtlich der nötigen Sanierungsmaßnahmen. Sie sehen unter anderem eine Anpassung verschiedener Drosselabflüsse, den Einbau von Messgeräten im Kanalnetz und die Sanierung des bestehenden Regenüberlaufbeckens (RÜB) in Steinach vor. Da die angestrebten Maßnahmen von langfristiger Natur sind, sollen bis zum Herbst die Details diskutiert und dann ein beschlussfähiges Konzept in der nächsten Verbandsversammlung vorgelegt werden.

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